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Stiftung Umverteilen, AG Er-Fahren, TŸrkeireisen, BegegnungsstŠtte Afacan
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Die Reise
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Förderkriterien

 

Wer bekommt wie viel Geld von uns?

Er-Fahren gibt Zuschüsse für Gruppenreisen von jungen Menschen, vor allem von Schulklassen aller Altersstufen, aber auch von außerschulischen Gruppen sowie von Auszubildenden (Bildungsurlaub!). In allen Gruppen sollten in angemessener Zahl TeilnehmerInnen vertreten sein, deren Familien ursprünglich aus der Türkei kamen. Besonders wichtig ist uns, dass Mädchen mitfahren.

Wir fördern bis zu 40 TeilnehmerInnen einer Schule oder Einrichtung – wenn es mehrere Gruppen sind, müssen sie sich die bewilligte Gesamtsumme teilen.

Der Höchstsatz unserer Förderung liegt bei 335 Euro pro TeilnehmerIn für eine dreiwöchige, bzw. bei 310 Euro für eine zweiwöchige Reise. Diese Förderung kann intern natürlich "umverteilt" werden - es kann ja sein, dass manche weniger brauchen, andere mehr.

Die Finanzierung durch uns dient nur der Deckung des Differenzbetrages zwischen der Summe der Beiträge der TeilnehmerInnen plus eventueller Zuschüsse aus öffentlicher oder sonstiger Förderung und dem tatsächlichen Bedarf laut Kostenschätzung. Falls nach der Reise Geld übrig bleibt, ist dies an uns zurückzuzahlen.

Da LehrerInnen inzwischen wieder vom Schulsenat Geld für Klassenreisen bekommen, fördern wir Begleitpersonen nur, wenn sie keinen Zuschuss bekommen und wenn es nicht mehr als eine Begleitperson pro zehn TeilnehmerInnen gibt. Bei Grundschulen unterstützen wir zusätzlich ein/e Erzieher/in (für die ganze Gruppe). Die Förderung erfolgt auf Antrag, in derselben Höhe wie die der TeilnehmerInnen.

Es ist sinnvoll, türkisch sprechende Begleitpersonen dabei zu haben. Und es hat sich bewährt, ehemalige TeilnehmerInnen als Begleitpersonen mitzunehmen.

Bei einer Begegnung mit einer Partnergruppe aus der Türkei in der Begegnungsstätte Afacan übernehmen wir deren Busreisekosten nach Afacan sowie deren Kosten für die Unterkunft in Afacan plus Halb- oder Vollpension (je nach Antrag).

 

Wer ist wann mit uns gereist?


Wie viel Geld haben wir an wie viele Gruppen/TeilnehmerInnen verteilt?

 

Welche Reisen fördern wir?

Er-Fahren fördert Begegnungsreisen, bei denen die TeilnehmerInnen die Vielfalt des Lebens in der Türkei erfahren und sich im Alltag mit den Ausbildungs-, Wohn- und Arbeitsbedingungen, der sozialen Realität, mit Kultur, Geschichte und Politik auseinandersetzen können.

Die TeilnehmerInnen sollen die Türkei erleben und nicht nur gezeigt bekommen. Für eine solche Reise wären drei Wochen angemessen, zwei Wochen sollten es mindestens sein. Erholungsreisen oder klassische Bildungsreisen fördern wir nicht. Es ist uns z.B. wichtig, dass Gruppen aus Gymnasien nicht nur Begegnungen mit gebildeten Leuten aus höheren Schulen oder Universitäten suchen.

Wir wissen, dass Eltern immer wieder auf die Schönheit der Touristik-Zentren an der türkischen Küste hinweisen und dass auch Schüler von einer Reise ans Meer mit Strand, Sonne und Disco träumen. Manche GruppenleiterInnen unterstützen das, weil sie meinen, die Jugendlichen bekämen als TouristInnen durchaus einen "guten" Eindruck von der Türkei oder weil sie fürchten, schwierige, unbequeme Situationen würden latente Vorurteile eher bestärken. Wir sehen das anders, die Auswertungen der von uns geförderten Türkei-Reisen bestätigen unsere inhaltlichen Ansprüche eindrucksvoll.

Siehe hierzu:



Außerdem gibt es zwei Dokumentarfilme der Berliner Filmemacherin Rain Kencana:

Yolda 1 (2009, 30 min.): Studierende des Pestalozzi-Fröbel-Hauses (Fachschule für Sozialpädagogik) beim Workcamp in einem türkischen Dorf.

Yolda 2 (2012, 89 min.): Eine 6.Klasse aus Berlin-Kreuzberg verbringt zwei Wochen in Afacan (2009) und begegnet dort u.a. Kindern einer türkischen Schule.

Beide Filme können als DVDs zur privaten Nutzung im Stiftungsbüro bestellt werden.